Die Legende sagt, dass ein Mönch das Filzen erfunden habe. Auf einem ausgedehnten Pilgerweg schmerzten ihn die Füsse und es bildeten sich Blasen. Um die Schmerzen zu lindern, riss er den Schafen Wolle aus und legte sie in seine Schuhe. Am Ende seines Weges stellte er fest, dass aus der weichen Schafwolle eine kompakte Sohle geworden war.
Filz ist ein Vliesstoff aus Wolle. Die gereinigte, gekämmte und eventuell gefärbte Rohwolle wird durch eine meist mechanische Bearbeitung in einen festen Stoff gebracht. Die einzelnen Fasern sind dabei miteinander ungeordnet verschlungen. (Quelle: Wikipedia)
Die Herstellungsmethoden Die traditionelle, handwerkliche Verarbeitung der Wolle ist Nassfilzen oder Walken des ungebundenen Vlieses mit warmem Wasser und Seife. In Kombination mit warmen Wasser und Seife stellt sich die oberste Schuppenschicht (Cuticula) der Haare auf. Gleichzeitig durchgeführtes Walken bewirkt ein gegenseitiges Durchdringen der einzelnen Fasern. Die aufgestellten Schuppen verkeilen sich so stark ineinander, dass sie nicht mehr zu lösen sind. Das Werkstück schrumpft dabei stark und es ergibt sich ein fester Stoff. Die endgültige Form kann dabei nahtlos aus einem Stück herausgearbeitet werden. Filzwalken wird in Europa aufgrund seines hohen Zeitaufwandes nur noch kunsthandwerklich, im Hobby- oder Pädagogikbereich durchgeführt, ebenso wie das Trockenfilzen dabei wird die trockene Wolle mit Hilfe spezieller Nadeln in eine Form gebracht. Diese Methode ist der Vorläufer des Vernadelns mit einem Nadelbalken. (Quelle: Wikipedia)